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vom 22. Nov. 01 |
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Das Stadtrat-Tagebuch
vom 22. Nov. 01
Wir haben interessanten, hohen Besuch heute! Professor Gilles Petitpierre, Präsident der Projektorganisation "Status du district bilingue de Bienne" ist zur Sitzung geladen, und ich habe Glück: Ich treffe gleichzeitig mit ihm und dem Ratspräsidenten beim Garderobeständer ein, werde vorgestellt, darf die Hand geben und auch ein paar Worte wechseln, was mich als Historikerin ehrt und freut. Und ich sehe es nun von nahem und live bestätigt: Professor Petitpierres Gesicht hat in der Tat die selbe eingebuchtete Schönheit wie das seines Vaters, Bundesrat Max Petitpierre. Ich giesse Albert fürsorglich Wasser
ein und umschmeichle ihn auch sonst: Er will mein Postulat nicht unterschreiben,
aber ich möchte, dass er wenigstens für die Dringlichkeit mit
aufsteht.
Ratspräsident Nicati löst Applaus
aus für die Damen des Ratssekretariats. Heute, am Tag der Novembersitzung,
haben wir die Dossiers für die nächste Sitzung erhalten und gleichzeitig
bereits das umfangreiche Protokoll der letzten Sitzung!
In der Bielstube dann gibt es einen Salat
mit sehr scharfer Curry-Sauce, dazu ein paar erstaunlich milde Diskussionen.
Zügig kommen die Geschäfte voran
- der Ratspräsident, welcher keine Geschäfte ins neue Jahr hinüber
verschleppen möchte, ist zufrieden mit seinen Schäfchen.
Und apropos vergnügte Gelassenheit: Konkurrenz erwächst Barbara in Marc Despont, der mit Charme und schöner Beredsamkeit seine Voten gestaltet und vor Augen hält, was ein Biel im weihnächtlichen Lichterglanz uns sein kann: heimelig fühle man sich, man könne verweilen und in die Lichtlein schauen - "et pourquoi pas rêver?". Recht hast du, Marc! Und ich wäre mit dir aufgestanden, aber man lässt uns ja nicht! Oder nur, um dagegen zu sein, dass der Stadtrat nicht dafür sein darf, weil die Kompetenzen anders liegen, und wo bleiben da die Glitzerlämpchen? Eine recht interessante, und erfreulicherweise ziemlich hochstehende Kulturdiskussion entspinnt sich, bei der Behandlung des Postulat Sermet zur Kulturpolitik der Stadt Biel, und ich denke zufrieden an mein Raketchen, welches zusammen mit Barbara und Maurice über zwanzig Unterschriften eingefangen hat. Und dank Christine Schneiders Umsichtigkeit kommt auch meine eigene noch dazu. Und dann ist es soweit - eine Sitzung,
von der viele geargwöhnt haben, sie könnte sich bis Mitternacht
hinziehen, ist um halb elf zu Ende. Herzliche Verabschiedungen von Ratskolleginnen
und Kollegen - so ein Parlament ist in der Tat so etwas wie eine Familie,
eine gut funktionierende Familie, die zusammenhält, manchmal
auch streitet, erstaunlich oft sich aber auch recht einig ist - und
ebenso oft versteht man sich mit Cousins und Cousinen durchaus besser als
mit Schwestern und Brüdern, und auch dies gehört dazu,
anders wüsste ich es mir nicht zu wünschen.
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| Die
schönsten Zitate, Stadtratssitzung vom 22. Nov. 01
Je ne veux pas jouer l'avocat du diable François Contini, während eines brillanten Votums zum Status du district bilingue de Bienne - es reicht, wenn einer Advokat ist! Nous nous sommes vus créer un
caméléon - maintenant l'animal est prêt
De hätte mer ändlech öpper,
wo im Grossrat d'Bieler Inträsse würd verträtte!
Der Willy Pauli tuet säge, was
dert tuet loufe!
Comment définit-on un romand
du point de vue juridique, quand on passe au vote?
Gross und chlyn, dick und dünn!
We das so isch, Herr Grossrat Moser,
wirden i tatsächlech überlege, ob i nid sött emal versueche,
di Wahl zschaffe!
We si di im Nachhinein hei überzügt,
isch es guet!
Le directeur des finances saura trouver
des solutions. Si c'est les bonnes, je l'espère.
Imaginez que vous arrivez dans une ville
inconnue---
Le délégué fera
le pont qui va rallier tous les efforts
Au risque de vous déplaire je
dois vous dire que la direction des écoles et la mairie n'ont pas
attendu votre intervention pour devenir actif dans le domaine d'intégration
Der Herr Stöckli het ds Problem
gseh, wo mer zBözinge hei!
Je vous recommande d'employer du courant
pour 300'000 francs et on vous foutra la paix
Cette fois, Monsieur Ogi, je te roule
dessus
La culture est quelque chose de vivant,
elle bouge
Nous devons nous trouver en harmonie
avec le monde culturel
La culture ne se gère pas comme
Swisscomm
Pricewaterhouse arbeitet vor allem vom
Schrybtisch us, u der Erfolg isch entsprächend
Es wird lieber für jede Hüehnerschiss
e Studie erstellt, als der gsung Mönscheverstand la zwalte
C'est le coeur qui parle!
Le conseil municipal veut s'exprimer
sur les six mille?
Bim ESB sy d'Steckdose offe, für
so ne Aktion zwiderhole
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